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1795
rief Johann Heinrich Geiger mit dem "Lahrer Wochenblatt
die erste Zeitung in Lahr ins Leben, sein "Kalender des
Lahrer Hinkenden Boten", begründet 1801, brachte der Stadt
den Ruf als "Kalenderstadt" ein. Geigers Druckbetrieb wurde
später von Moritz Schauenburg übernommen und bis zum Ende
des 20. Jahrhunderts als Familienbetrieb weitergeführt.
Schauenburg engagierte sich nach 1850 auch bei der Herausgabe
von "Kommersbüchern".
Im Kulturkampf
des badischen Staates engagierte sich der katholische Dekan
der Stadt, Albert Förderer, und begründete mit dem "Anzeiger
für Stadt und Land" die später als "Lahrer Anzeiger" weitergeführte
katholische Tageszeitung. Dekan Förderer war ein prominenter
Vertreter der badischen Zentrumspartei und wurde 1889 ermordet.
Das
Ende des 1. Weltkriegs und der Friedensvertrag von Versailles
rückte die Stadt mit der Rückgabe des Elsass an Frankreich
erneut in eine ungünstige Randlage, die Garnison musste
in Folge der Entmilitarisierungsbestimmungen aufgelöst werden.
Ersatz brachte die Ansiedlung der ehemals in Straßburg ansässigen
Badischen Tabakmanufaktur (mit den Marken Roth-Händle und
Reval), die in die leer stehenden Kasernengebäude einzog.
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