Mannheim,
vom linken Rheinufer gesehen, um 1845.
Rechts im Bild die Schiffbrücke, dahinter Jesuitenkirche
und Schloss; links im Bild ein Lagerhaus am Hafen.
Aquarell,
20 x 30 cm,um 1850.
Mit dem Wegzug
des Hofes 1777 war die Stadt auf sich allein gestellt und drohte,
in die Bedeutungslosigkeit einer pfalz-bayerischen Landstadt abzusinken.
Nach dem Bombardement der Stadt durch die österreichischen Truppen
in den französischen Revolutionskriegen 1795 setzte Carl Theodor
zum Ende des 18. Jahrhunderts noch einmal ein Zeichen des Wachstums,
indem er die Festungswälle, die die Stadt einschnürten, einebnen
ließ und das Gelände der Stadt zur Bebauung übergab. Die Bürgerschaft
profitierte allerdings von der natürlichen Lage der Stadt an Rhein
und Neckar, und schon bald nach der Liberalisierung des Rheinhandels
und dem Wegfall der hemmenden Zölle hatte die Stadt in ihrem Hafen
und ihrer Handelstätigkeit ein neues Symbol ihrer Stärke gefunden.
War vorher das kurfürstliche Residenzschloss das Aushängeschild
der Stadt, waren es jetzt der Rhein, der Hafen und die Schifffahrt.
Entsprechend wandelt sich auch die Bildsprache: Charakteristikum
der Stadt wird der Rhein als Handelsweg, Schiffe stehen für
den Bürgerfleiß, der die Stadt zu Wohlstand bringt.