Klima
Klimatisch hebt sich ein Gebirge durch geringere Temperaturen
und höhere Niederschläge von den Randlandschaften ab. Regelmäßige
Niederschläge während des ganzen Jahres prägen den
Mittelgebirgscharakter des Schwarzwaldes. Temperaturabnahme
und Niederschlagszunahme erfolgen jedoch nicht gleichmäßig
mit zunehmender Höhe. So ist ein unverhältnismäßig starkes
Ansteigen der Niederschläge schon in tieferen Lagen und
an der niederschlagsreichen Westseite zu beobachten.
Der niederschlagsreichste Bereich ist der Nordschwarzwald.
Regenreichen atlantischen Westwinden frei ausgesetzt fallen
hier bis zu 2200 mm Regen pro Quadratmeter im Jahr. Auf
der Höhe des Mittleren und Südlichen Schwarzwalds wirken
die vorgeschalteten Vogesen gewissermaßen als Regenfänger.
Dadurch sind die Niederschläge weniger ergiebig. Auf der
nach Osten exponierten Seite des Mittleren Schwarzwalds
wird es wieder wesentlich trockener. So liegen die jährlichen
Niederschlagsmengen hier teilweise nur bei etwa 750 mm.
Im Winter nehmen Dauer des Vorliegens und Mächtigkeit der
Schneedecke allgemein mit wachsender Höhe zu.
Thermisch zeichnen sich die höheren Lagen des Schwarzwalds
durch relativ geringe Jahresschwankungen und gedämpfte Extremwerte
aus. Gründe sind im Sommer häufig auftretende leichte Winde
und eine stärkere Bewölkung. Im Winterhalbjahr führt die
häufigere Hochdruckwetterlage auf den Gipfeln zu Sonnenschein,
während die Täler in Kaltluftseen unter einer dichten Nebeldecke
verschwinden (Inversionswetterlage).
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