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Johannes Schoch wurde um 1550 als Sohn eines Vorstehers
einer Wiedertäufergemeinde in Königsbach geboren. Über seine
Jugend und Lehrzeit ist praktisch nichts bekannt. Vermutlich
begab er sich als Handwerksgeselle, wie es damals üblich
war, auf Wanderschaft und kam so nach Straßburg. Schoch
erwarb in Straßburg das Bürgerrecht, wo er 1572 seine Frau
Anna Knoll heiratete, bekannt ist auch sein dortiges Wirken
als Zimmerergeselle. Bald stieg Johannes Schoch zum Mühlenmeister
auf. Schoch baute auch in seiner Heimat zwischen 1574 und
1576 für Erasmus von Venningen verschiedene Objekte.
1577 bewarb sich Johannes Schoch erfolgreich als Werkmeister
des städtischen Zimmerhofes in Straßburg und war als solcher
am Bau des Rathauses beteiligt. Wenig später baute er die
große Stadtmetzig.
Die berufliche Wende trat 1582 ein, als ihm die badische
Herrschaft eine Stelle als fürstlichen Baumeister in Durlach
anbot. Möglicherweise geschah dies über Erasmus von Venningen,
für den Schoch 1574 bis 1576 als Mühlenbauer gearbeitet
hatte. In diese Zeit fällt der Bau des Durlacher Gymnasiums.
Schon 1585 kam Schoch wieder nach Straßburg, denn dort
wurde ihm die lukrative Stelle eines "Lohnherren" übertragen.
Ab 1590 bis 1597 wirkte Schoch als Stadtbaumeister in Straßburg.
1597 wurde Schoch aus seinem Amt entlassen worauf ihn Kurfürst
Friedrich IV. nach Heidelberg berief. Als kurfürstlicher
Hofbaumeister in Heidelberg wirkte er dort von 1601 bis
1619, baute den Friedrichsbau, sein berühmtestes Werk. Ab
1620 taucht der Name Johannes Schoch wieder in der Funktion
als Straßburger Stadtbaumeister auf, aber am 15. September
1627 setzte er sich zur Ruhe und verbrachte den Rest seines
Leben in seiner Straßburger Wahlheimat. Dort starb er 1631.
Bedeutende Bauten:
Durlacher Gymnasium, eröffnet 1586
* "Neuer Bau" in Straßburg 1582-1585, heute Sitz
der Handelskammer
* Schloss Gottesaue in Karlsruhe
* Delphinbrunnen in Ettlingen
* Salzhaus am Domplatz in Straßburg
* Große Metzig in Straßburg
* Friedrichsbau im Heidelberger Schloss 1602 - 1607
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