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Die beinahe einzigartige Bibelsammlung ist wie ein kulturgeschichtlicher
Spiegel von Bibelbesitz, Bibelgebrauch, Bibeldruck sowie
wissenschaftlicher und künstlerischer Ausgestaltung
im Laufe der letzten 550 Jahre.
Die Ausstellung in der Württembergischen Landesbibliothek
in Stuttgart begleitet das 475-jährige Jubiläum der
Evangelische Landeskirche in Württemberg
und deren Ausstellung. Die Landesbibliothek
übertritt zwar mit der Poräsentation ihrer eigenen Bestände
die konfessionellen Grenzen, beschränkt sich aber geographisch
auf das Land Württemberg
beschränken
und erläutert bei jedem Ausstellungsstück den
regionalen Bezug. "Württemberg" ist dabei das Gebiet, das
vor 200 Jahren Königreich wurde und trotz der
Verwaltungsreform von 1972 heute
noch
in den
Grenzen der beiden Kirchen, der Diözese Rottenburg-Stuttgart
und der Evangelischen Landeskirche in Württemberg
besteht.
Die Zahl der Ausstellungsstücke muss sich angesichts
des zur Verfügung stehenden Vitrinenplatzes beschränken.
Dies erfordert die Einsicht, dass man nicht allen Facetten
in gleichem Maße oder gar mit Vollständigkeit
gerecht werden kann.
Da sich die „Bibelsammlung“ als Fundus gedruckter
Bibelausgaben versteht, wird generell auf (mittelalterliche)
Handschriften, Sekundärliteratur- und quellen, sowie
auf bibelartige Werke verzichtet. Fülle und Vielfalt,
aber auch phasenweise Armut werden kennzeichnend sein.
Highlights
- 42-zeilige Gutenbergbibel von 1454/55
- 36-zeilige Bamberger Bibel von 1460/61
- Kolorierte Blockbücher: Armenbibel und Apokalypse
- Vorreformatorische Bibeldrucke
- Septembertestament Luthers 1522
- William Tyndale's englisches Neues Testament von 1526
einziges vollständiges Exemplar der Welt
- Kroatische Bibeldrucke durch Primus Truber in Urach
von 1562/63
- Erste Lutherbibel für Württemberg von 1564
durch Herzog Christoph
- Erste in Württemberg gedruckte Lutherbibel von
1590/91 durch Herzog Ludwig
- Nürtinger Blutbibel von 1627/1634
- Kolorierte Merianbibel von 1630
- Niederländisch-kirchenslawische Zar-Peter-Bibel
von 1717
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