Steinzeit-Massaker Tatort Talheim
16. Februar bis 22. Juni 2008 im Neanderthal Museum
Vor
7000 Jahren wurden 34 Leichen nach einem Massaker verscharrt.
Für die Ausstellung "Steinzeit-Massaker. Tatort Talheim"
haben Archäologen und Gerichtsmediziner den Tathergang
rekonstruiert.
Im
Frühjahr 1983 stieß Erhard Schoch in seinem Garten in
Talheim bei Heilbronn auf Menschenknochen. Die zuständigen
Archäologen des Landesdenkmalamtes begannen umgehend mit
der Fundbergung. Ein 7000 Jahre altes Massengrab mit 34
Skeletten, darunter 16 Kinder und Jugendliche sowie 18
Erwachsene, wurde freigelegt. Die folgenden Ermittlungen
der Archäologen, der Anthropologen und der Gerichtsmediziner
verraten die Größe, das Geschlecht, Krankheiten, besondere
Körpermerkmale und Verwandtschaftsbeziehungen der Toten.
Alle waren miteinander verwandt. Die Spuren an Schädeln
und Knochen belegen, dass die Menschen aus dem Hinterhalt,
ohne Gegenwehr, mit Hacken erschlagen oder durch Pfeilschüsse
getötet worden waren. Eine kleine Dorfgemeinschaft war
brutal überfallen und nach dem Massaker verscharrt worden.
Es handelt sich um den ältesten Fund dieser Art in Mitteleuropa.
Jeder
der 34 steinzeitlichen Getöteten bekommt in der Ausstellung
einen persönlichen Steckbrief. Eine außergewöhnliche Momentaufnahme
lässt uns teilhaben am Leben und an der brutalen Tötung
von Kindern, Frauen und Männern vor über 7000 Jahren.
"Steinzeit-Massaker.
Tatort Talheim" ist eine Ausstellung des Archäologie-Museums
Heilbronn.
Zur Ausstellung erscheint ein Begleitbuch
(8 €).
Neanderthal Museum
Talstr. 300
40822 Mettmann