Burgen der Vorderpfalz: Hardenburg

 

Die Burganlage mit 180 m Länge- und 90 m Breitenausdehnung besteht aus der noch mehrere Stockwerke hoch auf dem Felsen aufragenden Oberburg, zwei in das Mauerwerk eingegliederten und zwei vor die Mauer gestellten Rundtürmen sowie dem zur Talseite hin vorgeschobenen Geschützwerk, der "Münze" am Ausfallgarten.

Der Eingang zur Burg wird durch den zur Hangseite hin vorgeschobenen mächtigen Westturm mit über 6 m Mauerstärke und das diesen mit der Kernburg verbindende Sperrwerk gesichert. Südlich der Burg liegt ein weiterer, in die Außenmauer eingebetteter Rundturm, der Flanke und Eingangsbereich gleichermaßen schützt. Die Hauptgebäude der Burg gruppieren sich einerseits um den großen Innenhof und ziehen sich andererseits an dem anstehenden Felsen nach oben, wobei zahlreiche in den Felsen gehauene oder gemauerte Kellergewölbe und Gänge erhalten sind.
Die Kernburg wird an ihrer Nordostecke durch den aufwendig gearbeiteten Kugelturm gesichert.
Östlich an die Kernburg schließt sich der gegen das Tal hin vorgeschobene Ausfallgarten mit dem Geschützwerk, "Münze" genannt, mit Kasematte und Geschützkammern an.
Insgesamt verdeutlicht die Anlage sehr gut die Entwicklung von der spätmittelalterlichen Adelsburg zur neuzeitlichen Festung, die ungefähr gleichzeitig - und durchaus auch in ursächlichem Zuammenhang - mit der Erweiterung des Heidelberger Schlosses und seiner Wehrhaftmachung zu sehen ist.

   

im Detail:

Sperrwerk
Innenhof

weiter:

siehe auch:

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