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Um
1400 sprach ganz Westeuropa eine gemeinsame künstlerische
Sprache. Sie zeichnete sich durch ihren subtilen Stil, geschwungene
Linien und fließende Formen aus. Diese "internationale"
Strömung war das Ergebnis eines intensiven Austauschs zwischen
den Zentren des künstlerischen Schaffens in Europa, in denen
sich im Allgemeinen auch die Macht konzentrierte: Paris,
Avignon, Prag.
Obwohl Straßburg damals keinen Fürstenhof hatte, war die
Stadt ein bedeutendes Zentrum der Kunst. Dies belegen unter
anderem die Münsterbauhütte und die hohe Qualität der Gemälde
des Meisters des Paradiesgärtleins. Da in den Folgejahrhunderten
viele Werke verschwanden, blieb die Dynamik dieser Periode
lange unbekannt. Anhand von mehr als einhundert Werken verschiedener
Techniken (Tafelbilder, illuminierte Handschriften, Zeichnungen,
Glasmalerei, Teppiche, Skulpturen) aus europäischen Museen
will die Ausstellung die Bedeutung Straßburgs für das europäische
Kunstschaffen um 1400 verdeutlichen.
Parallel zur Ausstellung bietet der Service Régional de
l'Inventaire d'Alsace vier Rundgänge durch verschiedene
Bauwerke im Elsass, in Basel und in Baden-Württemberg an.
Sie sollen einen umfassenden Überblick über die repräsentativsten
Werke und Bauten der Straßburger Künstler des frühen 15.
Jahrhunderts geben und ihren Einfluss in der Region deutlich
machen.
Zur Ausstellung erscheint ein Katalog, der von den Musées
de la Ville de Strasbourg im März zum Preis von 40
€ herausgegeben wird (ISBN 978-2-35125-059-4).
Führungen werden angeboten:
Sonntag 10.30 h (außer am 1. Sonntag des Monats) in
französischer Sprache
Sonntag 11.30 h (außer am 1. Sonntag des Monats) in
deutscher Sprache
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