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VOM
RELIGIÖSEN KULTGEGENSTAND ZUM KUNSTWERK
Rundgang
durch die Sammlungen des Museums im Zusammenhang mit einem
Kolloquium, das vom 15. bis 17. Juni 2006 von Universitäten
Straßburg und Nancy veranstaltet wird.
Bis
zur Renaissance waren Kunstwerke in erster Linie „Abbilder"
mit sakralem Charakter, deren Anbetung seit dem Altertum
zu den Fundamenten des Christentums gehört. Ab dem 15. und
vor allem ab dem 16. Jahrhundert trat der religiöse Zweck
zugunsten der ästhetischen Schönheit und der Darstellung
von Macht in den Hintergrund. Während die weltliche Kunst
immer mehr Verbreitung fanden, dienten religiöse Themen
oft als Vorwand, um Originalität und Stil eines Künstlers
zur Geltung zu bringen.
Der
Rundgang durch die Sammlungen des Museums, die aus diesem
Anlass durch Leihgaben und Magazinbeständen ergänzt werden,
verdeutlicht den Weg des Kunstwerks vom Statussymbol der
christlichen Religion zu einem von Sammlern und Mäzenen
begehrten „schönen Gegenstand".
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