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Als in der Mitte des 19. Jahrhunderts das Wasser des Bodensees
einige verwitterte Pfahlstümpfe preisgab, begann ein spannendes
Rätselraten um die architektonischen Vorlieben unserer steinzeitlichen
Vorfahren. Die verschiedenen, von den kleinen Irrtümern
und großen Leistungen der Pfahlbauforschung zeugenden Antworten
findet man heute im Pfahlbaumuseum Unteruhldingen, das zu
den größten Freilichtmuseen Europas und den beliebtesten
Tourismusattraktionen am Bodensee zählt.
Seit 1922 wurden an dessen Nordufer insgesamt 23 Pfahlbauhäuser
der Jungsteinzeit und der späten Bronzezeit rekonstruiert.
2005 weihte die Museumsleitung das „Fragenhaus" ein. In
dem neuen Haus werden die 50 häufigsten Fragen der Pfahlbautenbesucher
einfach und mit vielen Illustrationen beantwortet.

Bild: Pfahlbaumuseum Unteruhldingen: Häuser der
Jungsteinzeit und der Bronzezeit
Auf einem geführten Rundgang kann man sich in die Lebenswelt
stein- und bronzezeitlicher Bauern, Fischer, Töpfer und
Händler entführen lassen und die mit Gefäßen, Schmuckstücken
und Gerätschaften detailgetreu eingerichteten Häuser besichtigen.
Seit 2007 gibt es ein neues Dorf im Pfahlbaumuseum, das
die Häuser der ARD Serie „Steinzeit - Das Experiment. Leben
wie vor 5000 Jahren" beherbergt. In diesen wohnten 13 Menschen,
darunter sechs Kinder, acht Wochen lang unter steinzeitlichen
Bedingungen.
Wer mehr über ihre Erlebnisse erfahren möchte, kann die
Sonderausstellung mit vielen Gegenständen aus dem Film besuchen.
Im Museum wird neben Ausgrabungsfunden und Modellen aus
der Zeit der Pfahlbauer ein großes Aquarium mit einer nachgestellten
Unterwasserausgrabung präsentiert.
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